Kalender „Kunst an Emscher und Kanal“

122022 war im Ruhrgebiet das Jahr der Emscher. Die einstige Kloake des Potts ist abwasserfrei und in weiten Teilen zu einer natürlichen Flusslandschaft umgebaut. Dem ist dieser Kalender gewidmet.

Kunst an Emscher und Kanal 2025

Damit sind wesentliche Ziele des Megaprojektes von der Emschergenossenschaft organisierten „Emscherumbaus“, das 4,5 Mrd. Euro gekostet hat, erreicht. Dies wird 2022 durch vielfältige Ausstellungen und Veranstaltungen gefeiert.

Seit 2010 begleiten heute mehr als 20 beeindruckenden Kunstinstallationen  diese Neugestaltung – von der Quelle in Holzwickede bis zur Mündung in Dinslaken. 13 von ihnen zeigt dieser Kalender in bemerkenswerten Bildern und macht neugierig auf mehr.

Der Kalender erscheint in fünf verschiedenen Größen (A5 bis  A2) beim Calvendo-Verlag im print-on-demand-Verfahren. Sie sind in allen Buchhandlungen – ob vor Ort oder online – erhältlich.

Mehr Kalender von mir finden Sie auf www.mein-fototagebuch.de/kalender-fuer-2024.

In A4 und A3 ist der Kalender auch als Werbekalender erhältlich.

Mehr Informationen auf meiner Webseite www.mein-fototagebuch.de und auf der Calvendo-Seite .

Die Edition 2024 ist weiterhin verfügbar. Zur Edition 2024

IM HANDEL ERHÄLTLICHE FORMATE:
Format ISBN/EAN Preis
DIN A5
Tisch
9783435902736 
20.99 €
DIN A4
Wand
9783435903948 
21.99 €
DIN A3
Wand
9783435903559 
31.99 €
DIN A2
Wand
9783435903214 
54.99 €
DIN A2
Premium Wand
9783435895205 
74.99 €

jeweils 14 Seiten

 

Wacholder – Der Wunderbaum in der Heide

Der Wacholder – faszinierend, aber oft „übersehen“.  Zumindest mir ging es bei meinen häufigen Besuchen der Westruper Heide so.  Ich hatte vor allem die blühende Heide im Blick. Dies hat sich dieses Jahr geändert – und ich möchte Euch daran teilhaben lassen.

Westruper Heide (im Hintergrund Wacholderbäume)

Auf dem Weg in die Heide musste ich mich immer wieder durch stachelige Büsche mit blauen und grünen Beeren schlängeln – durch den Wacholder. Mit wachsendem Interesse an Makroaufnahmen begann ich die Wacholderbeeren zu fotografieren. Dabei blieb es nicht. Ich begann, mich intersiver mit dem Wacholder zu beschäftigen. Zumindest den Namen dieser Pflanze wusste ich, nicht aber, dass es in verschiedenen Teilen Deutschlands mehr als 150 unterschiedliche Bezeichnungen für diesen Baume gibt. (Zu weiterführenden Links hier klicken)

Beeren, die keine sind

Schon die „Wacholderbeeren“ sind etwas Ungewöhnliches. Erstens sind sie keine Beeren, sondern Zapfen. Denn der Gemeine oder Heide-Wacholder (Juniperus communis) ist eine Zypressenart und gehört damit zu den Nadelbäumen.

Auch stammen die an einem Baum wachsenden grünen und blauen Beeren nicht aus einem Jahr, denn sie benötigen zwei bis drei Jahre um zu reifen. Erst dann können sie für die menschliche Verwertung genutzt werden.

Wacholder – Baum des Jahres 2002

Mich fasziniert am Heide-Wacholder besonders folgendes (weiterführende Links siehe am Ende des Artikels). 

– Er wird bis zu 800 Jahre alt.
– Er wächst sehr langsam (1 m in 10 Jahren) als Bodengewächs oder erreicht eine Höhe von 13 bis 18 Metern.
– Er ist zweihäusig, d.h. eine Fortpflanzung erfordert einen männlichen und einen weiblichen Baum, die Befruchtung erfolgt durch den Wind.
-Er ist genügsam, braucht viel Licht und freies Feld..

Weitverbreitet,  bedroht und unter Naturschutz

Der Wacholder ist weit verbreitet, dennoch finden wir ihn immer seltener. In einem ARD-Fernsehbeitrag wird sogar die Frage gestellt, ob er vom Aussterben bedroht ist.

In der Tat hat der Wacholder auch den Weg in die „Rote Liste“ gefährdeter Pflanzen in die Kategorie „Vorwarnstufe“ gefunden. Diese bedeutet, dass der Bestand merklich zurückgegangen, aber noch nicht gefährdet ist. Eine solche Einstufung sei aber bei unveränderter Entwicklung wahrscheinlich. Aus diesem Grund steht der Wacholder auch schon seit Jahren unter Naturschutz. 

Wacholder – Jahrhundertealte Heilpflanze

Wacholder in der Westruper Heide

Im Titel dieses Beitrags ist vom Wacholder als Wunderbaum die Rede. Und das ist er in der Tat. Seine Nutzung als Heilpflanze ist schon seit 1.500 v. Chr. überliefert (siehe Wikepedia). Er galt lange Zeit als Allheilmittel und wird heute noch wegen seiner harntreibenden und appetitanregenden Wirkung genutzt. Und auf dem Markt gibt es Kräutercremes, Gesundheitsöle, Seifen mit Wacholderzusätzen und vieles mehr.

Er dient aber nicht nur als Heilpflanze. Genutzt werden das Holz für die Möbelherstellung. Zudem sind die Beeren ein wichtiger Bestandteil vor allem der mediterannen Küche.

Und nicht zuletzt: im 17. Jahrhundert mischte der hessisch-niederländische Arzt Franciscus Sylvius Wacholderbeeren, Alkohol und weitere Kräuter zu einer Medizin. So heißt es, dass der Genever geboren war, aus dem sich später u.a. der Gin und der Wacholderschnaps entwickeln sollte. Aber andere Quellen verweisen darauf, dass der Genever wie der Wacholderschnaps schon länger vorher als Alkohol getrunken wurde.

Der „Doppelwacholder auf der Route der Industriekultur“

Claus Wacholderbrennerei in Walsum (Alt-Walsum)

Selbst in die „Route der Industriekultur“ des Ruhrgebiets hat der Wacholderschnaps seinen Weg gefunden. Zur Themenroute „Brot, Korn, Bier“  gehören u.a. die „Wacholderbrennerei Claus“ in Alt-Walsum (heute Teil von Duisburg), wo seit Jahrhunderten das beliebte „Wacholderwasser“ produziert wird (siehe ausführlich hier).

Brennerei Eversbusch – Wacholderhaus (Hagen-Haspe)

Weiter ist die „Brennerei Eversbusch“ in Hagen-Haspe zu nennen. Sie wurde 1780 gegründet und produziert seit 1817 am historischen Standort ihren bekannten „Eversbusch-Doppelwachholder“. Ich habe mit einem Freund die Möglichkeit bekommen, die Brennerei zu besuchen und dort zu fotografieren.

Mit der Brennerei Eversbusch wird sich dann der zweite Teil dieser Geschichte beschäftigen. 🙂 Klicken Sie hier!

Mehr Bilder des Wacholderbaumes

 

Quellen
Da dieser Beitrag nach der Wacholder-Blüte entstanden ist, habe ich die Blütenbilder nicht selbst gemacht.

Links zum Weiterlesen und -sehen

 

 

Lavendel im Lipper Land

Die Lavendelfelder in Fromhausen sind während der Blütezeit zu einem Magnet für Touristen und Fotografen geworden – naja, ich war, wie zu sehen ist, auch da.

Lavendelfelder in Fromhausen

Das Lavendel wird von der Firma Taoasis zur Herstellung naturreiner ätherischer Öle genutzt. In diesen Tagen wird das Lavendel geerntet. Es wird also wieder ein Jahr dauern, bis die blühenden Felder besucht werden können.

Fromhausen ist ein kleiner Ortsteil von Horn-Bad Meinberg und nur wenige Kilometer von den Externsteinen entfernt.

Neunmal Zeelandbrug

Es zog mich nach Zeeland. Eines meiner Ziele war es, die über 5km lange Zeelandbrücke über die Oosterschelde aus verschiedenen Perspektiven und zu verschiedenen Tageszeiten zu fotografieren. Hier findet ihr meine Auswahl von neun der dabei entstandenen Fotografien. Ohne Kommentar viel Spaß damit – und zum Ende der Serie wartet noch eine Überraschung. 🙂

Die Brücke wurde im Dezember 1965 dem Betrieb übergeben. Sie besteht aus 54 Pfeilern mit 52 Spannweiten von je 95 Metern.  (Mehr  Informationen  über  die  Brücke  gibt  es  hier.)

Die Natur bricht sich am Deich Bahn

 

Blick durch die Brückendurchbrüche
Die Zeelandbrug in minimalistisch