Die Punkte auf der Außenseite und im Innenraum des Rhein-Ruhr-Express (RRX) sind mehr als nur ein grafisches Muster – sie stehen symbolisch für die vielen Städte und Stationen, die dieser Zug miteinander verbindet.
Die Serie „Punkte in Bewegung – Formen und Übergänge“ greift dieses Designelement auf und schickt es auf eine visuelle Reise: Vom starren Raster im Stillstand über den Vorbeiflug am Bahnsteig bis hin zur Dynamik der Abfahrt. Am 4.9.26 wurde die Serie durch einen Zufallsfund (Bild 1 „Los geht’s“) ergänzt.
Die hier präsentierte Serie aus sechs Bildpaaren stellt zwei grundverschiedene Bunkertypen gegenüber, die unsere Architektur- und Zeitgeschichte prägen: die massiven Schutzräume des Krieges und die funktionalen Erz- und Kohlebunker der Schwerindustrie.
Zwei Bunkerwelten – Bild 1 der Serie
Obwohl ihre Zweckbestimmung nicht unterschiedlicher sein könnte – das Bewahren menschlichen Lebens auf der einen, das Lagern von Rohstoffen auf der anderen Seite –, sprechen beide Bautypen dieselbe monumentale Sprache aus Beton, Enge und Schatten.
Die sechs Diptychen begleiten diesen architektonischen Vergleich von den beklemmenden Fluchten der Unterwelt bis hin zur heutigen Transformation, in der Licht, Kunst und Umnutzung dem einstigen Grau eine neue Gegenwart verleihen.
Zwei Bunkerwelten 2
Zwei Bunkerwelten 3
Zwei Bunkerwelten 4
Zwei Bunkerwelten 5
Die Idee zu dieser Serie entstand über Umwege: Ein Fotoabend an der Kokerei Schwelgern brachte mich auf das Thema Kohleproduktion und den Begriff „Kohlebunker“. Als mir einfiel, dass ich erst wenige Wochen zuvor Bunkermuseen in Oberhausen und Hagen besucht hatte, war der Funke gezündet. Eine gezielte Recherche in meinem Bildarchiv legte schließlich das Fundament für diese Gegenüberstellung.
Zwei Bunkerwelten 6
Ich wünsche viel Freude beim Betrachten. Aber zum Abschluß noch ein paar Worte, woher der Begriff Bunker kommt:
Der Begriff Bunker stammt ursprünglich aus dem schottisch-englischen Sprachraum, wo er primär eine Kiste oder Sitzgelegenheit bezeichnete. Im 19. Jahrhundert fand das Wort Eingang in die Seefahrt als Bezeichnung für die tief im Schiffsrumpf gelegenen, geschützten Kohlenlagerräume von Dampfschiffen – eine funktionale Bedeutung als Speicher für Schüttgut wie Erz oder Kohle, die sich bis heute in der Industrie gehalten hat. Während des Ersten Weltkriegs übertrugen britische Soldaten den Begriff auf die massiven, unterirdischen Unterstände im Grabenkrieg. Deutsche Truppen übernahmen die Bezeichnung an der Westfront, woraufhin sich „Bunker“ ab den 1930er-Jahren im Deutschen endgültig als Fachbegriff für bombensichere Schutzbauten aus Stahlbeton etablierte.
Bei Wilhelm Busch endet das „in die Luft sehen“ tragisch. Aber wenn Du beim Fotografieren nach oben siehst und dabei auf den Weg achtest, winken fantastische Motive. 12 meiner Lieblingsmotive habe ich in diesem Kalender zusammengefasst.
Einige der Bochumer KunstLichtTore sind in der fotografischen Szene bekannt, insbesondere das am Hauptbahnhof. Aber es gibt noch eine Reihe mehr davon.
Dazu muss gewusst werden, dass Bahndämme das Bochumer Stadtzentrum wie eine Stadtmauer umgeben. Der Zugang ist nur durch eine der 17 Unter- oder Überführungen zu erreichen, wobei eine Reihe der Brücken unter Denkmalschutz stehen.
2000 bewarb sich Bochum bei einem Wettbewerb der Landesregierung NRW und erhielt den Zuschlag. Auf dieser Grundlage beschloss die Stadt Bochum diese o.g. Brücken durch das Projekt „KunstLichtTore“ heller, bunter und farbiger zu gestalten. Bis 2014 wurden 11 der 16 geplanten Installationen realisiert, Heute sind noch acht von ihnen in Funktion.
Aber warum es sie gibt, warum nicht alle realisiert worden, warum sind einige abgebaut und wie geht die Stadt damit um.? Diesen Fragen gehe ich zur Zeit nach, begleitet durch eine fotografische Reise durch dieses Projekt. Aus dieser Arbeit ist der vorliegende Kalender entstanden.
Dabei zeigt dieser Kalender aber auch am Beispiel der Bochumer „KunstLichtTore“ die Verbindung von moderner Kunst und Brückenarchitektur, aber ebenso sehenswerte Brücken, bei denen die Pläne nicht realisiert wurden.
So nimmt Sie dieser Kalender mit auf eine visuelle Rundreise durch die Bochumer Brückenlandschaft und zeigt die kreative Vielfalt, die die Kunst im öffentlichen Raum in dieser Stadt zu bieten hat. Und er macht Lust auf Rundgänge, um die „KunstLichtTore“ in Augenschein zu nehmen.
Januar (Universitätsstraße)
Februar (Königsallee)
März (Maximilian-Kolbe-Straße)
April (Rottstraße)
Mai (Präsidentenstraße)
Juni (Dorstener Straße)
Juli (Herner Straße)
August (Kortumstraße)
September (Wielandstraße)
Oktober (Bergstraße)
November (Wittener Straße)
Dezember (Universitätsstraße)
Dieser Kalender erscheint, wie meine früheren Kalender, bei Calvendo, der Kalender im Print on Demand-Verfahren erstellt. Sie sind entweder direkt bei Calvendo oder in ihrem Buchladen vor der Tür zu bestellen. Der Kalender erscheint in vier Versionen: DIN A4, DIN A3 und DIN A2 in zwei unterschiedlichen Qualitäten.
Den folgenden Werbezettel können Sie hier auch als pdf-Datei herunterladen. Hier klicken: katalog-kalender.
Format DIN A2 Premium – ISBN 9783516210569 – Preis 74,99 Euro
Format DIN A2 – ISBN 9783516210293 – Preis 59,99 Euro
Format DIN A3 – ISBN 9783516210026 – Preis 33.99 Euro
Format DIN A4 – ISBN 9783516209730 – Preis 23,99 Euro
… wo die Sonne verstaubt .“ Gewandeltes, mir Bekanntes und bisher Unbekanntes mit der Kamera besucht.
Der neue O-Werk Campus auf dem ehemaligen Opel-Gelände
Neu war für mich z.B. der O-Werk Campus, ein Industrie-, Technologie- und Wissens-Campus mit tausenden von Arbeitsplätzen, wo früher tausende von Opelianer Autos gebaut und für ihre Arbeitsplätze gekämpft haben.
Besonders hervorheben möchte ich noch den Besuch des jüdischen Friedhofs in Wiemelshausen. Er wurde eingerichtet 1917 und enthält dementsprechend alte Grabstäten, spiegelt aber durch viele neue Gräber das jetzige jüdische Leben in Bochum wieder.
Und nun folgt noch eine kleine Galerie mit unterschiedlichen Motiven – bekannter oder weniger bekannt.
Dieser Beitrag begann mit einem Bild zum Wandel in Bochum. Zum Abschluss ein Bild zum gleichen Thema: „Theater total“ unter dem Kirchenkreuz. Die St. Albertus-Magnus-Kirche mit ihrer ungewöhnlichen Architektur wurde 2014 außer Gebrauch genommen und profaniert.
Die ehemalige St. Albertus-Magnus-Kirche – heute Spielort von Theater Total.