Das Holocaust-Memorial in Berlin: Erinnern und Gegenwart gestalten

Collage Holocaust Memorial

Beim diesjährigen Besuch des Holocaust-Memorial in Berlin war der Himmel trüb und es regnete leicht. Die Regentropfen, die die Stelen hinunterliefen, weckten in mir Gedanken an die vielen Tränen die von den und für die Opfer des Nationalsozialismus verflossen sind.  Mit diesen Gedanken habe ich diese Collage erstellt und mit der Überzeugung, dass die Erinnerung daran, wichtig für die Gestaltung der Zukunft ist – umso mehr angesichts des wachsenden Rechtsrucks in der heutigen Zeit.

 

42mal Buntes Essen – Fotobuch und Ausstellungen

Aktuell: Fotoausstellung dieser Bilder vom 3.-28. Februar 2025 in der VHS Essen

Dieses Buch ist jetzt in vielen Essener Buchhandlungen direkt erhältlich.

hier:  gedrucktes Buch portofrei bestellbar  (15 Euro)
oder als ebook zum Preis von 6,99
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oder unten auf dieser Seite
hier geht es zur Buchvorstellung in der WAZ vom 26.4.24

2024 dekorierten meine Bilder „42mal Buntes Essen“ die Rheumapraxis Lautermann & Butterweck in Essen-Rüttenscheid. Eine Auswahl von Bildern finden Sie in dem Flipbook. Dazu klicken Sie auf das Bild.  . (Sollte die Ansicht nicht funktionieren, klicken Sie hier, um direkt zum Flipbook zu kommen.)
Da es schade ist, dass nur Patienten die Bilder sehen können, habe ich sie in einem kleinen Fotobuch (DIN A5, 56 Seiten, 15 Euro) zusammengestellt, das ab Mitte Februar online wie im stationären Buchhandel käuflich zu erwerben ist.  Für mich am vorteilhaftesten ist die Bestellung bei BoD.

 


Es ist bei „Book on Demand (bod.de) veröffentlicht worden und auch dort erhältlich (ISBN , ISBN ISBN: 978-3-7583-2515-1). Da  es sich um ein „Book on Demand“ handelt, ist mit einer Lieferzeit von drei bis 8  Tagen zu rechnen, es sei denn, Ihre Buchhandlung hält es auf Vorrat.

Wenn Sie in Essen oder Umgebung wohnen, können Sie das Buch auch direkt bei mir bestellen und wir organisieren eine persönliche Übergabe.

Besprechungen auf Amazon:
Andreas Langmann (28.2.2024)
Der Essener Fotograf Klaus Fritsche, der bereits in Zusammenarbeit mit Essen Marketing erfolgreich Fotokalender seiner Heimatstadt veröffentlicht hat, zeigt mit seiner neuen Auswahl „42mal Buntes Essen“ erneut sein Können und seine Liebe zur Stadt. Die 42 Motive sind ein gelungener Mix aus bekannten Orten, faszinierender Architektur, beachtenswerten Details, Stimmungen oder lebensnahen Eindrücken aus Stadtteilen. Fritsche spielt gekonnt mit Blickwinkeln und Perspektiven. Er lenkt den Blick auf Strukturen und Details. Beeindruckend ist auch seine stets spürbare Freude (und sein Talent) an künstlerisch-kreativer Bildgestaltung. Für Heimat- und/oder Fotografiebegeisterte ist der kleine Band ein „Muss“ und ein ideales Geschenk!
Quelle: https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/RNVEN00XKZLCM/ref=cm_cr_dp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3758325153

Die Essener (6.3.2024)
Dem Betrachter bringt der Fotograf Klaus Fritsche in diesem Buch seine Wahlheimat näher. Seine Auswahl „42mal Buntes Essen“ unterscheidet sich wohltuend durch lebendige Momentaufnahmen und spannende Blickwinkel von althergebrachten Bildbänden und vergisst auch die schönen Seiten des Essener Nordens nicht. Es ergibt sich eine bunte Mischung, die hoffentlich viele Menschen begeistern wird. Derzeit hängen die Bilder in einer Arztpraxis aus. Das Buch ist eine schöne Erinnerung an diese Ausstellung oder auch für Menschen, die ihre Wahlheimat woanders gefunden haben.
Quelle: https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R1HF4MEDMCD9C1/ref=cm_cr_dp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3758325153

Das Aalto-Theater in Essen – Ansichten

Seit 1988 ist das Aalto-Theater das Opernhaus der Stadt Essen – am Stadtpark in der Nähe zur Philharmonie gelegen. Ich habe in den letzten Jahren das Theater zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten fotografiert. Eine Auswahl finden Sie hier.

Das Aalto-Theater im Sonnenuntergang

Bereits 1959 legte der bekannte finnische Architekt Alvar Aalto die ersten Pläne vor.  Es sollte bis 1988 dauern, 12 Jahre nach dem Tod Aaltos, bis die erste Vorstellung gefahren werden konnte (siehe mehr auf Wikipedia).

Und zum Abschluss noch ein Bild des Eingangsbereiches. 

Eingangsbereich des Aalto-Theaters

Brennerei Eversbusch in Hagen: Wo die Wacholderbeeren flüssig werden

Weit verbreitet war früher der Wacholder. Ebenso gab es eine große Zahl von Brennereien, die seine Beeren nutzten, um Wacholder-Spirituosen zu brennen. Eine von ihnen war und ist das über 240 Jahre alte Familienunternehmen August Eversbusch Brennerei in Hagen-Haspe.

Wacholderbrennerei Eversbusch in Hagen-Haspe (im bergischen Haus das Wacholderhäuschen)

Nachdem ich mich nach Besuchen in der Westruper Heide mit dem Wunderbaum Wacholder (zu meinem Beitrag klicke hier) beschäftigt habe, stellte ich mir die Frage, wo denn heute noch Wacholderschnaps gebrannt wird. Eine dieser Brennereien steht in Hagen-Haspe. Die Geschwister Everbusch haben mir und einem Freund die Möglichkeit eingeräumt, die Brennerei zu besichtigen, dort zu fotografieren und haben unsere Fragen beantwortet.

Hoher Besuch im Wacholderhäuschen (Link zu vollständigem Text)

Über 200 Jahre an gleichen Ort …

Gegründet wurde das heute in sechster Generation von den Geschwistern Christoph und Peter Eversbusch geführte Unternehmen im Jahr 1780. Seit 1817 wird der Eversbusch-Doppelwachholder gebrannt, bis 1906 wurde auch Bier gebraut.

Blick auf die Brennerei

Gebrannt wird seit 1817 am gleichen Ort an der früheren Chaussee Cölln-Berlin ( hete Berliner Straße). Dort wurde 1795 das heute „Wachholderhäuschen“ genannte Gebäude als Wohnhaus einer Familie Schröder gebaut. Nach der Hochzeit von Peter Christoph Eversbusch und Caroline Schröder im Jahr 1817 wurde es zum Stammhaus der Familie Eversbusch und im gleichen Jahr wurde auf dem zugehörigen Grundstück die erste Wachholderbrennerei errichtet. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Wachholderhäuschen ununterbrochen als Gasttätte betrieben. Bis 1911 noch von der Familie Eversbusch, seitdem war das Wachholderhäuschen nur noch als Gaststätte verpachtet, die seit kurzem leider geschlossen ist.

Seit 2009 steht der gesamte Gebäudekomplex unter Denkmalschutz und gehört jetzt auch zur Themenroute „Brot, Korn und Bier“ der Route der Industriekultur. Mehr Informationen zur Produktion finden sich auf dem Internet-Rundgang durch die Brennerei.

… und nach gleicher Rezeptur

Die Wacholder-Destilieranlage von 1817

Seit 1817 wird der 46prozentige Eversbusch-Doppelwacholder nach gleicher Rezeptur gebrannt. Und nicht nur das. Im gleichen Jahr entstand auch eines der Herzstücke der Doppelwachholder-Produktion, die heute noch genutzte, handgenietete Wacholder-Destillierblase. Auch die Tonflasche für den 46prozentigen Doppelwacholder ist seit über 100 Jahren unverändert und die Wacholderbeeren kommen seit mehreren Generationen vom gleichen Zulieferer, der sie in der Toskana beschafft.

 

Doppelwachholder, Genever und Gin

Wacholderspirituosen sind unter verschiedenen Namen bekannt. Ihnen gemeinsam ist, dass sie ein „Gemisch“ aus Getreideschnaps, Wacholderbeeren und verschiedenen Kräutern (heute Botanicals genannt) sind. Alle werden mit verschiedenen Zutaten und durchaus unterschiedlichen Herstellungsmethoden gebrannt. 

Doppelwachholder 2022

In Holland und Belgien entwickelte sich der Genever (Jenever ist niederländisch für Wacholder). Von dort trat er unter dem verballhornten Namen Gin den Siegeszug in Großbritannien an.

Ob der Wacholderschnaps sich in Deutschland eigenständig entwickelte oder auch aus Holland seinen Weg zu uns fand, dürfte von der Region abhängen. 

Dafür spricht auch die Geschichte des „Steinhäger„, benannt nach seinem Ursprungsort Steinhagen. Dort soll dieser Wacholderschnaps bereits Ende des 17. Jahrhunderts als Genussmittel gegolten haben – wie in anderen Teilen Ostfrieslands und Westfalens auch.(1

Im Fall des Doppelwacholders aus Hagen-Haspe soll der Ursprung jedoch in unserem Nachbarland liegen. Einer der Eversbusch-Vorfahren, der als Soldat in den Niederlanden eingesetzt war, soll die Wacholderrezepturen mit nach Hagen gebracht haben.(2

Eversbusch Doppelwachholder gelabelt als Gin

Wie schon gesagt, die Herstellung von Wacholder-Spirituosen ist sehr unterschiedlich. Einige Einzelheiten werden in der europäischen Spirituosenverordnung geregelt. Für Wacholderschnaps ist ein Mindestalkohol von 30% vorgesehen, für den Doppelwacholder ein Mindestgehalt von 37,8%. Für den Gin gibt es weitere Vorgaben. Der Everbusch-Doppelwachholder entspricht mit seiner Herstellungsweise und Prozentgehalt auch den Vorgaben für den London Dry Gin und dürfte deshalb auch als Gin verkauft werden.

Eversbusch: Mehr als Doppelwachholder

a pHenomenal Negroni mit Eversbusch Doppelwachholder

Heute kommen aus der Eversbusch-Brennerei mehr  Produkte als der in Hagen „Hasper Maggi“ genannte 46prozentige Doppelwachholder. Es gibt höherprozentige Wacholderschnäpse und einen Korn-Anisette.

Aber auch für diejenigen, die nicht so Hochprozentiges mögen, gibt es Angebote. So gibt es einen Wermuth-Cocktail und mit Wacholder gefüllte Zartbitterschokolade. Auch findet das Hasper-Produkt in einem in Hamburg produzierten Negroni Verwendung – einem Cocktail mit bitter-süßem Geschmack.

Hiermit geht unser Besuch in der Brennerei Eversbusch fast zu Ende – denn es folgen noch einige Fotoimpressionen, die bei unserem Besuch entstanden sind.

Fotoimpressionen aus der Eversbusch-Brennerei

Links zur August Eversbusch Brennerei auf Facebook und auf Instagram

Quellen 

(1) https://www.eyeforspirits.com/2013/03/25/steinhaeger-deutschlands-ur-wacholder-destillat/

(2) https://www.markaner.com/brennerei-eversbusch

Heinrich Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen – caput IX

 

 

Fotobuch „Wandel zwischen Papageienbrücke und Reemrenreh“

Titelseite Fotobuch „Wandel zwischen Papageienbrücke und Reemrenreh“ (hier zum Download klicken)

Nein, ich bin nicht in der Ferne unterwegs gewesen, sondern mitten im Pott. Die „Papageienbrücke“ und das „Reemrenreh“ begrenzen den auf Herne entfallenden, 8km langen Teil der Emscherinsel. Aus meinen Fotoausflügen und Recherchen ist dieses Fotobuch mit über 70 Bildern und entsprechenden Recherchetexten entstanden. Hier geht es zum Download von „Wandel zwischen Papageienbrücke und Reemrenreh“.

Rätselhaftes auf und an der Emscherinsel

Karte „Herner Emscherinsel“

Auf viele Fragen bin ich gestoßen. Wussten Sie z.B.,  
– dass die Emscher drei Mündungen hat.
– dass die einst Köttelbecke genannte Emscher ab 2022 abwasserfrei sein wird.
– im Rhein-Herne-Kanal Schleusen versunken sind und Häfen verschwunden sind oder ihre Funktion verändert haben.
– dass die TUI noch Verpflichtungen zum Rückbau von Hafenanlagen am Rhein-Herne-Kanal hat.
– dass der Herner Osthafen einst der Ort einer der größten Steuerskandale der Bundesrepublik gewesen ist.
– und das Gebiet am Rhein-Herne-Kanal einst Kumpel-Riviera genannt wurde.

Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in meinem  Fotobuch. Wandel zwischen Papageienbrücke und Reemrenreh (Zum Download anklicken).

Sie können das Fotobuch aber auch hier ansehen. Ich wünsche viel Spaß beim Betrachten.

Danksagung
Bedanken möchte ich mich bei dem Historischen Verein Herne / Wanne-Eickel e. V. (www.hv-her-wan.de) und bei Ralf Piorr , die mich bei der Erstellung dieser Dokumentation mit Hinweisen unterstützt haben. Dr. Ralf Piorr hat zudem einige Bilder zur Verfügung gestellt.

Weiterführendes
– Ein interessanter Artikel zur Emscherinsel: Horst Wnuck: https://isso-online.de/emscherinsel-was-soll-das-denn-sein/
-Zur Grünflächenentwicklung in Herne: https://www.herne.de/Stadt-und-Leben/Zukunftsimpuls-Herne-2025/Natur-und-Nachhaltigkeit/Grünflächenentwicklung
– Informationen zur IGA: https://www.rvr.ruhr/themen/oekologie-umwelt/internationale-gartenausstellung-2027/
– Emschergenossenschaft/Lippeverband: https://www.eglv.de/