September 2026: Meine 20 Lieblingsdiptychen

Im letzten halben Jahr habe ich mich intensiver mit dem Thema Diptychon, d.h. dem Fotografieren in Bildpaaren, beschäftigt. Ich habe mehrere Serien mit solchen Paaren erstellt. Jetzt bin ich  an einem Punkt, an dem ich mich frage, wie es weitergehen soll. Also stand wieder einmal eine Bestandsaufnahme an.

Und so habe ich die 20 Bildpaare, die mir gefallen,  ausgewählt und in einem kleinen Büchlein zusammengestellt. Hier können Sie einige von ihnen sehen, das ganze Buch über diesen Link: https://heyzine.com/flip-book/d84d574dd4.html

Am intensivsten hat mich dabei mein Zine „Geborgen und verloren“ beschäftigt. Es gibt aber auch Serienthemen wie „Zwei Bunkerwelten“ und „Cranger Kirmes in zwei Zuständen“. Ein Kalender für 2027 mit Bildpaaren runden die bisherigen Arbeiten ab.

Die ausgewählten 20 Bildpaare sind mir am stärksten ans Herz gewachsen. Die Themen sind dabei vielfältig: Manche erzählen offensichtliche Geschichten, andere spiegeln Formen und Farben oder subtiler Humor.

So bildet dieses Büchlein eine Basis für meine weitere Arbeit und gibt mir etwas an die Hand, was ich beständig ansehen oder auch anderen Interessierten zeigen kann. Ich habe auf die Betitelung der Bildpaare verzichtet. Sie sollen für sich alleine sprechen. 🙂

Essen, Ende September 2026

Hier noch einmal der Link  zum Buch: https://heyzine.com/flip-book/d84d574dd4.html

13 x Zwei Bilder im Gegenüber

Seit einigen Jahren erstelle ich einen persönlichen Kalender in kleiner Auflage, der die Themen aufgreift, die mich im vergangenen Jahr fotografisch beschäftigt haben. Für 2027 steht das Thema Bildpaare im Mittelpunkt. Auf jeder Seite treten zwei Fotografien gegeneinander an, ergänzen sich, widersprechen einander oder teilen ein gemeinsames Motiv.

Das Gestalten in Bildpaaren begleitet mich intensiver seit über einem Jahr – sichtbar auch in der Kategorie „Bildpaare und Serien“ hier auf meiner Webseite. Für diesen Kalender habe ich Bilder ausgewählt, die einen Eindruck über die große Vielfalt vermitteln, wie zwei Bilder im Dialog miteinander wirken können.

Der Kalender für 2026 stand unter dem Motto „Himmelwärts“. Er ist jetzt in leicht veränderter Form im Buchhandel unter dem Titel „Kunst über uns“ erhältlich. Hier erhalten Sie mehr Informationen mit allen Kalenderbildern dazu.

Punkte in Bewegung – Formen und Übergänge

Die Punkte auf der Außenseite und im Innenraum des Rhein-Ruhr-Express (RRX) sind mehr als nur ein grafisches Muster – sie stehen symbolisch für die vielen Städte und Stationen, die dieser Zug miteinander verbindet. 

Die Serie „Punkte in Bewegung – Formen und Übergänge“ greift dieses Designelement auf und schickt es auf eine visuelle Reise: Vom starren Raster im Stillstand über den Vorbeiflug am Bahnsteig bis hin zur Dynamik der Abfahrt. Am 4.9.26 wurde die Serie durch einen Zufallsfund (Bild 1 „Los geht’s“) ergänzt.

Los geht’s
Richtungswahl

Zwei Bunkerwelten

Die hier präsentierte Serie aus sechs Bildpaaren stellt zwei grundverschiedene Bunkertypen gegenüber, die unsere Architektur- und Zeitgeschichte prägen: die massiven Schutzräume des Krieges und die funktionalen Erz- und Kohlebunker der Schwerindustrie.

Zwei Bunkerwelten – Bild 1 der Serie

Obwohl ihre Zweckbestimmung nicht unterschiedlicher sein könnte – das Bewahren menschlichen Lebens auf der einen, das Lagern von Rohstoffen auf der anderen Seite –, sprechen beide Bautypen dieselbe monumentale Sprache aus Beton, Enge und Schatten.

Die sechs Diptychen begleiten diesen architektonischen Vergleich von den beklemmenden Fluchten der Unterwelt bis hin zur heutigen Transformation, in der Licht, Kunst und Umnutzung dem einstigen Grau eine neue Gegenwart verleihen.

Die Idee zu dieser Serie entstand über Umwege: Ein Fotoabend an der Kokerei Schwelgern brachte mich auf das Thema Kohleproduktion und den Begriff „Kohlebunker“. Als mir einfiel, dass ich erst wenige Wochen zuvor Bunkermuseen in Oberhausen und Hagen besucht hatte, war der Funke gezündet. Eine gezielte Recherche in meinem Bildarchiv legte schließlich das Fundament für diese Gegenüberstellung.

Zwei Bunkerwelten 6

Ich wünsche viel Freude beim Betrachten. Aber zum Abschluß noch ein paar Worte, woher der Begriff Bunker kommt:

Der Begriff Bunker stammt ursprünglich aus dem schottisch-englischen Sprachraum, wo er primär eine Kiste oder Sitzgelegenheit bezeichnete. Im 19. Jahrhundert fand das Wort Eingang in die Seefahrt als Bezeichnung für die tief im Schiffsrumpf gelegenen, geschützten Kohlenlagerräume von Dampfschiffen – eine funktionale Bedeutung als Speicher für Schüttgut wie Erz oder Kohle, die sich bis heute in der Industrie gehalten hat. Während des Ersten Weltkriegs übertrugen britische Soldaten den Begriff auf die massiven, unterirdischen Unterstände im Grabenkrieg. Deutsche Truppen übernahmen die Bezeichnung an der Westfront, woraufhin sich „Bunker“ ab den 1930er-Jahren im Deutschen endgültig als Fachbegriff für bombensichere Schutzbauten aus Stahlbeton etablierte.

(Ergänzt durch die Paare 4 und 5 am 13.9.2026)

 

Cranger Kirmes in zwei Zuständen

Mein Plan war, die Cranger Kirmes sowohl während des Aufbaus als auch später im laufenden Betrieb zu fotografieren. Die Idee dahinter: dieselben Geschäfte in zwei Zuständen zu zeigen und diese als Bildpaare gegenüberzustellen. Ich zeige hier vier dieser Paare.

Der Plan kam leider etwas spät – viele Buden und Karussells waren bereits fertig aufgebaut. Auch das ist ein Grund für die begrenzte Anzahl von Bildpaaren.

Trotzdem hat das Projekt große Freude gemacht. Und die Cranger Kirmes kehrt ja jedes Jahr zurück – mit neuen Motiven und der Chance, die Serie weiterzuführen.

Durch den grauen Hintergrund soll deutlicher werden, welche Bilder als Paar zusammengehören. Mit einem Click auf ein Bild ist dieses in größerer Ansicht zu sehen. Viel Spaß damit.